Beckenbodentraining

Inkontinenz ist ein Problem bei 4 von 10 Frauen, etwa jedem 10. Mann und bei ungefähr
17% aller Kinder unter 15 Jahren.
Ein häufiger Grund für die Einweisung eines Familienangehörigen in ein Pflegeheim ist
die Unfähigkeit der Familienangehörigen, mit deren Inkontinenz umzugehen.
Mehr als die Hälfte der Pflegeheimbewohner leidet unter Inkontinenz, und so erleben
die meisten von uns das Ende wie den Beginn in Windeln.
Es ist zwar üblich, alle möglichen Körperteile zu trainieren, um fit zu bleiben, das Training des Beckenbodens wird jedoch meist vernachlässigt.
Manche Kinder und Erwachsene leiden unter nächtlichem Bettnässen, andere trauen sich nicht aus der Wohnung, aus Angst vor einem
plötzlichen unwiderstehlichen Harn-oder Stuhldrang ohne die Möglichkeit eine Toilette aufsuchen zu können.
Männer und Frauen aller Altersstufen verlieren beim Husten, Niesen, Heben und sogar Lachen Urin.
Manche haben sexuelle Probleme, wie Schmerzen beim Geschlechts-verkehr, unfreiwilliger Urinabgang und Erektionsstörungen oder können
ihre Darmwinde nicht kontrollieren.
Viele Erwachsene leiden unter Hämorrhoiden und Verstopfung, wodurch
sich bestehende Beckenbodenprobleme noch verstärken. Diffuse Schmerzen in der Wirbelsäule verbessern sich erstaunlicherweise bei
vielen durch gezieltes Training.
Es reicht dabei keineswegs aus, den Betroffenen ein Merkblatt zu überreichen mit der
Aufforderung das Zusammenkneifen der Muskeln zu trainieren.

Wir haben da einen unsichtbaren Schatz in unserer Körpermitte, der Beachtung und
Training verdient. Nicht immer gehen wir sorgsam mit ihm um. Geburten, Schwangerschaft,
Prostataoperation stellen hohe Anforderungen an unser Körperzentrum.
Verliert es mangels notwendiger Kräftigung und Übung an Spannung, leidet seine
Stütz-und Tragefunktion ebenso wie sein Schließmechanismus für Blase und After
sowie seine bedeutende Funktionen beim Geschlechtsakt.

Wirkungen des Beckenbodentrainings:
-Informationen über die Anatomie und Funktion dieser Muskelgruppe
-Schmerzlinderung bei diffusen Rücken-und Hüftschmerzen zeigt sich sehr häufig
-Absenken der inneren Organe wird verhindert bzw. sie werden wieder gehoben
-sexuelle Funktionen und Lustgewinn verstärken sich
-Wahrnehmung der Beckenbodenmuskulatur
-Kräftigung und Entspannung der Muskulatur des Beckens
-verbesserte Kontinenz von Blase und Darm, auch unter Belastung
-Stabilität des Beckens verbessert sich
-aufrechte Haltung
-Beeinflussung von Hämorrhoiden

       
     

 

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